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Montag, 13. Juni 2011

[Movie Review] Aviator

Aviator in der IMDB



Mein Rating: 7/10

Howard Hughes führt durch das Erbe seines Vaters ein Leben in Saus und Braus. Er besitzt eine Firma die Bohrköpfe herstellt, er ist ein leidenschaftlicher Flieger, und ganz nebenbei auch noch ein Regisseur der mit seiner eigenwilligen Art und seinen sündhaft teuren Monumentalfilmen Hollywood auf den Kopf stellt. Er liegt im Dauerklintsch mit der Zensurbehörde, und auch seine ständigen neuen weiblichen Begleiterinnen sorgen für die Aufmerksamkeit der Boulevardmedien. Doch trotz all dieser chaotischen Umstände die ihn umgeben, verliert er nie den Draht zu seiner großen Leidentschaft, der Fliegerei. So gelingt es ihm die finanziell angeschlagene TWA Airline zu kaufen und, wie bei allen seiner unternehmungen, sie mit großen Einsatz wieder salonfähig zu machen. Doch der kometenhafte Aufstieg innerhalb des Fliegergewerbes schafft ihm Feinde auf höchster Ebene. Anfänglich unbeeindruckt merkt Hughes schon bald das er in ein Wespennest der Eliten gestochen hatt, und plötzlich droht seine Welt immer mehr zu kollabieren. Sein Wasch- und Reinheitszwang, seine Liebschaften, auch mit Minderjährigen, und die Ungewissheit über seinen größten Auftrag, ein riesiges Transportflugzeug für die US Air Force, bringen alles aus dem Gleichgewicht und die Psychose die aus Kindheitstagen stammt, nimmt immer massivere Formen an.

Martin Scorsese's Aviator berauscht zunächst vor allem durch die atemberaubend glaubhafte Darstellung des Sets. Mir gefällt wie Scorsese es schafft die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts derat impulsiv zum Leben zu erwecken. Die vielen Szenen in Restaurants und in den Büros der verschiedenen Akteure sind sehr glaubhaft präsentiert. Wie auch in Departed merkt man das der Regisseur ein Talent für die Auswahl der richtigen Schauplätze hat. Über diese gekonnte Schauplatzwahl und die tolle Leistung von DiCaprio (dazu gleich mehr) hinaus wird auch die Story klasse inszeniert, vor allem gegen Ende, als es immer unübersichtlicher wird zeigt sich Scorsese's ganze Klasse.

Nun zu den Schauspielern

Leonardo diCaprio spielt die, vor allem gegen Ende, immer charakterlastigere Rolle des von Paranoien und Perfektionismus zerrissenen Lebemanns Howard Hughes sehr eindrucksvoll, vor allem allem wenn man die Tatsache bedenkt das es immer noch Menschen gibt die ihn auf seine Rolle in Titanic reduzieren. DiCaprio beweisst hier nicht zum ersten mal das er mehr kann.

Cate Blanchett gibt in "Aviator" der Rolle der Catherine Hedburn, einer der vielen Liebschaften von Hughes, ein Gesicht. Sie spielt diese zwar robust und zeigt stellenweise auch das sie einiges draufhat, bleibt für mich aber neben dem brillianten DiCaprio ein wenig zu blass.

Zurück zur Hauptkritik


Was mich leider ein bisschen gestört hat war, das ab ungefähr der Hälfte des Films bis ca. Minute 110. die Geschichte um Hughes ein bisschen in eine Art Lethargie fällt, die erst mit den Paukenschlägen am Ende wieder schwindet. Das gibt dem Film einen bitteren Beigeschmack, was zusammen mit dem, meiner Meinung nach, schwachen OST, für gewisse Punktabzüge sorgt.

Trotzdem ist der Film streckenweise auf hohem künstlerischem Niveau, und ist vor allem für Fans von DiCaprio ein muss, aber nicht nur das. Immer wieder deutet Scorsese an, das die Darstellung der Figur Howard Hughes zu einer Art der Psychoanalyse wird, in die man viel interpretieren kann.

Für Fans von: Black Swan, A beautiful Mind,Lord of War

Sonntag, 5. Juni 2011

[Movie Review]: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford in der IMDb


Mein Rating: 5/10

Das Ende einer der berühmtesten Banditen des wilden Westens.
Das soll jedenfalls der Film mit Brad Pitt (als Jesse James) und Casey Affleck (als Robert "Bob" Ford) zeigen.
Der Bandit Jesse James ist das letzte, noch freie, Mitglied seiner Bande. Nachdem sich auch sein Bruder Frank von ihm verabschiedet, sucht sich Jesse eine neue Bande zusammen. Ein neues Mitglied wird der schwächliche Feigling Robert Ford. Dieser ist seit seiner Jugend großer Jesse James Fan und versucht, diesem so gut es geht zu gleichen. Doch James ist ein schwieriger und eigensinniger Mensch und treibt Robert bald an dessen Grenzen. Aber anstatt daran zu verzweifeln wächst Robert dadurch und beginnt, Jesse mit anderen Augen zu sehen. Und nach einem fatalen Vorfall steht für ihn fest: So kann es nicht weitergehen. Doch wer nun denkt, der Titel wäre danach alles, der irrt...

Der Film an sich verspricht einen spannnenden Western, geht es doch um DEN Jesse James und ist er doch auch mit Brad Pitt. Das Problem bei diesem Film: Nach einem spannenden Anfang fehlt dem Film die nötige Action (bei einem Western wirklich schade). Mit der Zeit wird die somit etwas fade Geschichte auch immer komplexer. Neue Figuren kommen und gehen. Besonders die Figur des Robert Ford ist längere Zeit nicht zu sehen. Das macht den Film im weiteren Verlauf noch schwieriger, denn: Die zweite Hälfte des Films zeigt einen Jesse James, wie man ihn sich vorstellen kann: düster, mächtig und ständig gefährlich. Und genau in diesem Teil des Films wird die komplexe erste Hälfte stark gefordert.
Positives an dem Film: Trotz dieser Schwächen beinhaltet der Film auch gut Elemente. So sind in den kurzen, erklärenden Szenen schöne Bilder und Kameraeinstellungen zu sehen, unterlegt mit einer wirklich guten Begleitmusik. Selbst das Ende gibt unerwartete Szenen preis und zeigt einen Robert Ford, der anders ist, als man denken mag.    

Sonntag, 29. Mai 2011

[Movie Review] Senna

Senna in der IMDB



Mein Rating: 8/10

Die Dokumentation "Senna" befasst sich mit dem Aufstieg und der Laufbahn von Ayrton Senna, einem der größten Formel 1 Rennfahrer aller Zeiten. Der Film zeigt, wie sehr sich Senna mit seinem damaligen Kontrahenten Alain Prost und der FIA-Leitung anlegte, da die Formel 1 seiner Meinung nach immer mehr zu einem Politikum wurde. Aber auch der private Senna wird stellenweise gezeigt, so engagierte er sich durch eine Stiftung bis über seinen Tod im Jahre 1994 für benachteiligte Kinder in seiner brasilianischen Heimat.

Regisseur Asif Kapadia zeigt das Leben dieses Ausnahmesportlers zum Teil aus Mediensicht und Archivaufnahmen verschiedener Fernsehstationen, zum Teil aber auch aus privaten Aufnahmen und Archiven, die Senna unter anderem mit seinen Eltern zeigen. Im Verlauf der Dokumentation kommen immer wieder Zeitzeugen, Verantwortliche und Weggefährten zu Wort, selbige werden aber nie eingeblendet. Diesen Aspekt finde ich sehr interessant, da er in diesem Genre zwar nichts weltbewegendes ist, den Film aber flüssiger daherkommen lässt.

Was mich darüber hinaus ein wenig stört ist die Tatsache, dass sein Tod und die darauf folgenden Verbesserungen innerhalb des Regelwerkes der Formel 1 meiner Meinung nach zu wenig thematisiert werden. Doch wenn man davon absieht, fallen mir zwei Sachen auf, die den Film so interessant und gut machen:

Zum einen werden viele Szenen gezeigt, in denen thematisiert wird, wie zerstritten die Formel 1 und insbesondere die FIA und die Fahrer hinter den Kulissen manchmal sind. Ebenso finde ich es äußerst positiv, dass der Film auch für nicht-Formel 1 Fans verständlich ist, da man selten von allzu steifem Fachsimpeln gebrauch macht.

Der Soundtrack hinterlegt viele Szenen sehr dezent, jedoch wirkt er stellenweise zu glorifizierend, fast schon kitschig.

Alles in allem ist Senna eine sehr interessante Doku, nicht nur für Formel 1 und Rennsport Fans.

Für Fans von: Ayrton Senna (BBC)

Donnerstag, 21. April 2011

[Movie Review] Der letzte König von Schottland

Der letzte König von Schottland in der IMDB



Mein Rating: 7/10

Diese auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte um das Leben von Idi Amin als Diktator von Uganda, und wie er seinen Leibarzt, den jungen Dr. Garrigan, in einer Scheinwelt leben lässt die sich nur langsam lichtet, wird vor allem von der großartigen Leistung von Forest Whitaker getragen. Die Rolle des jungen Mediziners aus Schottland, der in die Welt zieht um "etwas zu bewegen" ist mit James McAvoy sehr treffend besetzt. Das Szenenbild des Films wird von einigen Original Archivaufnahmen unterlegt die im Vor- und Abspann weitere Erläuterungen zu den Geschehnissen während der Amtszeit des Diktators bringen.

Der Film thematisiert die Probleme im Afrika von damals, wie auch von heute sehr treffend und die gesamte Beziehung der beiden Hauptprotagonisten die in einem brutalen Wettlauf endet werden durch die oben genannten glaubhaft gespielt. Trotzdem muss man leider sagen das der Film leider nicht die Ursprünge dieser Machtergreifung schildert und wie man es verbessern könnte, sondern nimmt vielmehr Fokus auf die labile Psyche des Diktators. Trotzdem ist "Der letzte König von Schottland" ein interessanter Film der einen auch lange danach noch beschäftigt.

Für Fans von:Blood Diamond, Der Untergang

Dienstag, 19. April 2011

[Movie Review] Walk the Line

Walk the Line in der IMDb



Mein Rating: 8/10

Die tragisch-schöne Geschichte des Mann in schwarz.
Folsom State Prison und Johnnys Bruder Jack. Bereits in den ersten Minuten werden dem Zuschauer zwei wichtige Etappen im Leben des Johnny Cash gezeigt.
Dieser wirderum wird von Joaquin Phoenix dargestellt, welcher in einer Rückblende die guten, wie auch die schlechten Zeiten des legendären Johnny Cash revu passieren lässt.
Vor der Kulisse eines Amerika der 60er Jahre wird aus dem Vertreter J. R. Cash ein berühmter Musiker und bald schon spaltet sich sein Leben: Zum einen gibt es da seine Familie, welche stark unter der Karriere Cashs leidet, zum anderen ist da seine Band und die bezaubernde June Carter (Reese Witherspoon, diese erhielt für ihre Rolle den Oscar als beste Hauptdarstellerin).
Der Film offenbart, dass auch Johnny Cash ein Stardasein führte, wie man es oft kennt: Sex, Drugs and Rock'n'Roll. Doch zwischen alle dem wird hier auch eine wundervolle Liebesgeschichte erzählt, welche sich zum Leid manch einer Figur über Jahre hinzieht.
Schlussendlich lässt sich jedoch sagen: Der Film ist nicht perfekt, doch schließlich lässt sich aus den entstandenen Teilen eine sehr gut nachvollziehbare Biographie zusamensetzen. Der ein oder andere dürfte sich nach diesem Film mehr für Johnny Cash interessieren als vorher (darum wurde aus der anfänglichen 7/10 eine 8/10).

Für Fans von: -

Sonntag, 17. April 2011

[Movie Review] The Fighter

The Fighter in der IMDB





Mein Rating: 9/10

Die Geschichte der Provinzfamilie Ward, die sich vor allem durch den Boxsport über Wasser hält, ist geprägt durch die hochklassige schauspielerische Leistung von Christian Bale und Melissa Leo, die für ihre Darbietung, völlig zurecht, den Oscar in der Nebendarstellerkategorie erhalten haben. Dem Regisseur David Russel gelingt es diese, nach einer wahren Begebenheit entstandene Geschichte, auf allerhöchstem Niveau in Szene zu setzten. Im Gegensatz zu vielen anderen Dramen gibt es während des ganzen Filmes keine einzige Szene die zu dick aufgetragen wirkt. Eine solch hohe Authenzität habe ich bisher nur sehr selten in Hollywoodproduktionen gesehen, und genau das ist es was diesen Film so besonders macht. Die Darbietung der Probleme, denen sich der Boxen Micky stellen muss (Genügend Geld zu verdienen um die Familie zu ernähren, Seine Beziehung zu der Kellnerin Charlene aufzubauen, seine Tochter zu besuchen...), sowie die Probleme innerhalb der Familie (die Cracksucht des Bruders, die Beziehung der Eltern), ist in ruhigen und doch aufwühlenden Bildern gelungen.Vor allem die Szenen in der Dicky und seine Mutter von früher berichten, und wie stolz sie doch auf "ihren" Micky sind gehen einem aufgrund der Tatsache nahe, das im selben Atemzug gezeigt wird wir sehr diese, am Boden liegende Familie, nach dem letzten Strohalm rekt um doch noch in ein geordnetes Leben zurückzufinden. Man könnte "The Fighter" jetzt vorwerfen das die Boxkämpfe von Micky unspektakulär sind, aber im Endeffekt gleicht die charakterliche Tiefe der einzelnen Akteure das aus und so wird aus dem Film kein "Rocky" Klon, sondern ein packendes und tiefgehendes Drama.

Für Fans von: The Wrestler, Coach Carter, Miracle-Das Wunder von Lake Placid, Million Dollar Baby

Freitag, 15. April 2011

[Movie Review] American Gangster

American Gangster in der IMDB



Mein Rating: 7/10

Die Geschichte des jungen Afroamerikaners Franc Lucas, gespielt von Denzel Washington, der vom Fahrer eines lokalen Mafiabosses zu einem der einflussreichsten Kriminellen in den USA aufsteigt, und dabei von dem jungen und engagierten Cop Richie Roberts (Russel Crowe) gejagt wird, besticht trotz ihrer Länge vor allem durch die Leistung der Hauptdarsteller und die Authenzität die, die 60er Jahre und die Zeit des Vietnamkriegs sehr gut wiedergibt. All das Blitzlicht in dem sich die New Yorker Upper Class sonnt, sowie die Abgründe die sich durch die Gewalt und die Drogenprobleme in vielen Stadtteilen auftun und die Familiengeschichte von Lucas sind einfach klasse von Regisseur Ridley Scott in Szene gesetzt.
Trotzdem hat dieser Film ein Problem und zwar kommt es erst spät gegen Ende ein Katz- und Mausspiel zwischen Polizei und Unterwelt, was dem ganzen eine starke Zähigkeit sowie einen Hauch von Langeweile verpasst. Schade drum, den mit seinen Filmen "Black Hawk Down" und "Der Mann, der niemals lebte", hat Ridley Scott gezeigt dass er auch durchaus für Spannung sorgen kann.
Zur eben beschriebenen Authenzität trägt übrigens auch der Soundtrack bei der das gesamte Geschehen im 60er und 70er Jahre Stil unterlegt. Somit reiht sich "American Gangster" in die Liga der hochwertigen Gangsterfilme ein und ist neben "Departed - Unter Feinden" einer der besten der vergangenen Dekade.

Für Fans von: Departed - Unter Feinden, GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia, The Business, Der Pate

Dienstag, 29. März 2011

[Movie Review] Der Krieg des Charlie Wilson - Charlie Wilson's War

Der Krieg des Charlie Wilson in der IMDB

Trailer

Mein Rating: 8/10

Basierend auf einer wahren und doch unglaublichen Geschichte zeigt "Der Krieg des Charlie Wilson" wie sehr Einzelschicksale die Welt verändern können. Die Story ist umfangreich und solide, und an der Leistung von Tom Hanks und Julia Roberts kann man auch nicht meckern, Phillip Seymour Hoffman brilliert sogar stellenweise, jedoch entäuscht der streckenweise schwache Score. Trozdem ist dieser Film ein Pflichtitel für Menschen die sich für Politik und die Arbeit von Regierungen interessieren.

Für Fans von: West Wing, Der letzte König von Schottland und Syriana

Jerky's Song (Tuesday Edition)

Samstag, 26. Februar 2011

[Movie Review] The Social Network

The Social Network in der IMDB

Mein Rating: 8/10

David Fincher zeigt in diesem Drama die Geschichte rund um die entstehung rund um das Online Netzwerk Facebook. Der Film hat einen soliden Plot und man kann der Handlung fortlaufend gut folgen. Die Darsteller rund um Hauptakteur Jesse Eisenberg sind gut bedacht gewählt und bringen solide Leistungen. Auch am Soundtrack der sehr gut zur Gesamtstimmung des Films passt kann man nicht meckern. Alles ein allem gibt es nicht viel zu bemängeln, den Oscar als bester Film hat The Social Network dieses Jahr aber (meiner Meinung nach) nicht verdient.

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