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Montag, 19. September 2011

[Movie Review] Michael Clayton



Michael Clayton in der IMDB

Rating: 9/10

Nach seinen, zum Teil oscarprämierten, Rollen in Syriana, Up in the Air und Burn after Reading beweist George Clooney auch in diesem Werk von Tony Gilroy das er wie geschaffen für Anzugträgerrollen ist. Der Film thematisiert den Stress und die Kälte denen man sich im "Big Business" stellen muss, und auch der Unberechenbarkeit von Führungspersonen von multinationalen Konzernen, sowie die Grenzen des Verkraftbarem und den Wahnsinn den eine Tätigkeit für eine Anwaltskanzlei auf höchster Ebene mit sich bringt. Clooney spielt den Berater und Rechtsexperten Michael Clayton der sich als Vermittler zwischen einem Pfarmakonzern, seinem Arbeitgeber, einer Anwaltskanzlei und den Opfern eines Unkrautvernichters, welchen er zusammen mit dem, zwischen Genie und Wahnsinn schwankendem Anwalt Arthus Edens (Tom Wilkinson) auf den Zahn fühlt, wiederfindet.

Der Grad an Perfektion mit denen die Bilder in Szene gesetzt werden ist schwer zu beschreiben, es fällt aber vor allem das genaue Augenmerk auf die psychisch schwer labile Karen Crowder (Tilda Swinton) auf. Man könnte sie als Exempel für viele Führungspersonen nehmen, die an ihrem Stress zerbrechen und die zu hohe Ansprüche an sich selbst haben. Ich gehe besonders auf diese Besetzung ein weil mir zum einen die schauspielerische Leistung, zum anderen aber auch die Inszenesetzung gefallen haben, denn wie bereits weiter oben beschrieben, besticht Michael Clayton, neben der interessanten Story und den glaubhaften Schauspielern, auch durch das erstklassige Szenenbild und den tollen Schnitt. Lediglich der Soundtrack war mir stellenweise zusehr im Hintergrund, was ein kleiner Markel sein kann.

Alles in allem ist Michael Clayton wie gemacht für Fans von Poli- und Wirtschaftsthrillern, aber auch Fans anderer Genres werden an der Inszenierung ihre Freude haben.

Für Fans von: Syriana - Korruption ist alles,State of Play - Der Stand der Dinge

Mittwoch, 15. Juni 2011

[Movie Review] Black Swan

Black Swan in der IMDB



Mein Rating: 8/10

Ein Balletensemble aus New York will das Stück "Schwanensee" neu aufführen. Nina, eine sehr talentierte und zielstrebige, junge, Ballerina möchte diese Chance nutzen und sich die Hauptrolle ergattern, obwohl sie weiß, das sie die shizophrene Art der Hauptrolle bis an ihre Leistungsgrenzen treiben wird. Doch schon bald zeigen sich Probleme, denn obwohl sie in der Darstellung der "weißen" Schwänin keinerlei Probleme hat, wittert sie aufgrund ihrer prüden und schüchternen Art Konkurrenz, denn der "schwarze" Teil der Rolle wird von vielen ihrer Schauspielkolleginnen besser und glaubhafter gespielt. Doch eines Abend packt sie der Ehrgeiz, und sie setzt sich über den Willen ihrer Mutter, doch endlich essen zu kommen und sie auszuruhen, und die immer schwerwiegerenden körperlichen Probleme die aus ihrer Anstrengung und ihres brutalen Trainigs resultieren, hinweg und tanzt die "dunkle Seite" ihrer Rolle. Am nächsten Tag macht sie sich auf um ihrem Trainer und Regisseur Thomas, von ihrem Trainig zu berichten und bittet um die Hauptrolle. Dieser versucht die Situation auszunutzen und es kommt zu einigen intimen Berührungen, die Nina abwehrt. In der Überzeugung, sämtliche Chancen auf die Hauptrolle verloren zu haben, gratuliert sie ihrer größten Konkurrentin, die sie daraufhin anfeindet als bekannt wird das Thomas sich doch für Nina entschieden hat. Nun da sie unter großen Erfolgsdruck steht, beginnt Nina sich unbewusst körperliche Schäden zuzufügen, und auch ihre Sinne beginnen sie immerweiter zu täuschen. Desweiteren kann sich Nina auf niemanden mehr verlassen da sie von der ständigen Paranoia des Konkurrenzdrucks gejagt wird, aber ungeachtet dessen kommt es zwischen ihr und ihrer Kollegin Lily immer wieder zu einigen intimen Momenten. Am Tag der Vorstellung läuft die inzwischen psychisch- und mental latente Nina zu Höchstleistungen auf, doch ausserhalb der Bühne kommt es immer wieder zu Momenten des Wahnsinns, und sie verliert zunehmend den Bezug zur Realität.

Black Swan ähnelt in vielerlei Hinsicht Aronofskys vorherigem Werk "The Wrestler". Im Gegensatz zu dem hier kürzlich rezensierten "Requiem for a dream" geht Aronofsky in "Black Swan" noch viel tiefgreifender und packender auf den Zerfall von menschlicher Psyche und Paranoia ein. Die Story wird wie bei Aronofsky üblich authentisch und in kräftigen Elementen erzählt. Besonders gefällt mir wie zu Beginn das Zimmer und die Wohnung von Nina als "kindlich-warme" Herberge im krassen Kontrast zur Kälte im Theater und in der U-Bahn gesetzt wird. Mit der Rolle verliert Nina zusehens ihre Aura der Unschuld, die sie in ihrem sehr infantilen Zimmer zunächst umgeben hat, und so legt sie auch ihre prüde Seite beiseite, lässt sich aber auch tief fallen und verliert immer mehr den Bezug zu allem was ihr früher wichtig war.

Zu den Schauspielern:

Natalie Portman hat für ihre Darstellung der oben beschriebenen, erfolgshungrigen, Ballerina den Oscar zwar verdient, schafft es jedoch nicht auf die ganz hohe schauspielerische Stufe, auf der andere Oscarpreisträger wie Christoph Waltz oder Javier Bardem. Ihre Leistung ist klasse, gar keine Frage, aber meiner Meinung nach hat das gewisse etwas noch gefehlt.

Vincent Kassel verkörpert den Theaterregisseur, Frauenheld, und Upper Class Schönling Thomas Leroy sehr eindrucksvoll. Mir gefiel vor allem seine Art der Interaktion mit den Tänzerinnen, die Chemie hat hier ganz klar gestimmt.

Zurück zur Kritik,

dadurch das Black Swan ein Film ist der sich sehr stark mir der Thematik des Balletts beschäftig, hier implizit mit Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Schwanensee, wird der Soundtrack natürlich streckenweise mit Musik aus ebendiesem Stück unterlegt. Trotzdem schafft es Clint Mansell durch punktgenaue und gut getimte Soundtracks, dem Film ganz klar seine Note zu verleihen. Wo wir gerad beim Thema Audio und Sound sind, im direkten Vergleich zwischen deutscher und englischer Sprachversion viel mir hier auf das "Black Swan" einer der wenigen Filme ist die sich auf deutsch glaubhafter anhöhren als auf englisch. Vor allem Portmans deutsche Synchronstimme gefiel mir sehr.

Fazit: "Black Swan" von Darren Aronofsky ist ein packender, tiefgehender Thriller mit viel Interpretationsmöglichkeiten. Ein Muss vor allem für seine vorhergegangen Werke wie "The Wrestler" "Requiem for a dream" oder "the Fountain".

Was ihr erwarten könnt:
+Tolle Regiearbeit mit filmischen Stilmitteln und Elementen
+Glaubhafte Schauspieler
+Ein guter Cast
+Tolle Chemie zwischen den einzelnen Akteuren
+Jede Menge Interpretationsmöglichkeiten
+Ein gut eingebauter Soundtrack
-Ein bestenfalls mittelmäßiger englischer Originalton

Für Fans von: Requiem for a dream,

Montag, 13. Juni 2011

[Movie Review] Aviator

Aviator in der IMDB



Mein Rating: 7/10

Howard Hughes führt durch das Erbe seines Vaters ein Leben in Saus und Braus. Er besitzt eine Firma die Bohrköpfe herstellt, er ist ein leidenschaftlicher Flieger, und ganz nebenbei auch noch ein Regisseur der mit seiner eigenwilligen Art und seinen sündhaft teuren Monumentalfilmen Hollywood auf den Kopf stellt. Er liegt im Dauerklintsch mit der Zensurbehörde, und auch seine ständigen neuen weiblichen Begleiterinnen sorgen für die Aufmerksamkeit der Boulevardmedien. Doch trotz all dieser chaotischen Umstände die ihn umgeben, verliert er nie den Draht zu seiner großen Leidentschaft, der Fliegerei. So gelingt es ihm die finanziell angeschlagene TWA Airline zu kaufen und, wie bei allen seiner unternehmungen, sie mit großen Einsatz wieder salonfähig zu machen. Doch der kometenhafte Aufstieg innerhalb des Fliegergewerbes schafft ihm Feinde auf höchster Ebene. Anfänglich unbeeindruckt merkt Hughes schon bald das er in ein Wespennest der Eliten gestochen hatt, und plötzlich droht seine Welt immer mehr zu kollabieren. Sein Wasch- und Reinheitszwang, seine Liebschaften, auch mit Minderjährigen, und die Ungewissheit über seinen größten Auftrag, ein riesiges Transportflugzeug für die US Air Force, bringen alles aus dem Gleichgewicht und die Psychose die aus Kindheitstagen stammt, nimmt immer massivere Formen an.

Martin Scorsese's Aviator berauscht zunächst vor allem durch die atemberaubend glaubhafte Darstellung des Sets. Mir gefällt wie Scorsese es schafft die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts derat impulsiv zum Leben zu erwecken. Die vielen Szenen in Restaurants und in den Büros der verschiedenen Akteure sind sehr glaubhaft präsentiert. Wie auch in Departed merkt man das der Regisseur ein Talent für die Auswahl der richtigen Schauplätze hat. Über diese gekonnte Schauplatzwahl und die tolle Leistung von DiCaprio (dazu gleich mehr) hinaus wird auch die Story klasse inszeniert, vor allem gegen Ende, als es immer unübersichtlicher wird zeigt sich Scorsese's ganze Klasse.

Nun zu den Schauspielern

Leonardo diCaprio spielt die, vor allem gegen Ende, immer charakterlastigere Rolle des von Paranoien und Perfektionismus zerrissenen Lebemanns Howard Hughes sehr eindrucksvoll, vor allem allem wenn man die Tatsache bedenkt das es immer noch Menschen gibt die ihn auf seine Rolle in Titanic reduzieren. DiCaprio beweisst hier nicht zum ersten mal das er mehr kann.

Cate Blanchett gibt in "Aviator" der Rolle der Catherine Hedburn, einer der vielen Liebschaften von Hughes, ein Gesicht. Sie spielt diese zwar robust und zeigt stellenweise auch das sie einiges draufhat, bleibt für mich aber neben dem brillianten DiCaprio ein wenig zu blass.

Zurück zur Hauptkritik


Was mich leider ein bisschen gestört hat war, das ab ungefähr der Hälfte des Films bis ca. Minute 110. die Geschichte um Hughes ein bisschen in eine Art Lethargie fällt, die erst mit den Paukenschlägen am Ende wieder schwindet. Das gibt dem Film einen bitteren Beigeschmack, was zusammen mit dem, meiner Meinung nach, schwachen OST, für gewisse Punktabzüge sorgt.

Trotzdem ist der Film streckenweise auf hohem künstlerischem Niveau, und ist vor allem für Fans von DiCaprio ein muss, aber nicht nur das. Immer wieder deutet Scorsese an, das die Darstellung der Figur Howard Hughes zu einer Art der Psychoanalyse wird, in die man viel interpretieren kann.

Für Fans von: Black Swan, A beautiful Mind,Lord of War

Sonntag, 5. Juni 2011

[Movie Review] Winter's Bone

Winter's Bone in der IMDB



Mein Rating: 6/10

Die siebzehnjähre Ree Dolly lebt mit ihrer depressiven Mutter und ihren beiden Geschwistern irgendwo in der provinziellen Einöde im US-Bundesstaat Missouri. Ihr Vater ist in verschiedene Drogendeals verwickelt und auch allgemein wird das Leben in der Kleinstadt von Intrigen zwischen den einzelnen Familien bestimmt. Die Gegend ist sehr arm und jeder versucht auf seine Art über die Runden zu kommen, was zum einen jedoch in einen recht primitiven Lebenstil, zum anderen aber auch in ein allgemeines Misstrauen artet. Zu alledem drückt sich ihr Vater vor einem Gerichtstermin nachdem er Haus und Hof der Familie als Kation gesetzt hat. Niemand will der jungen Ree sagen wo sie ihn findet und nach einer Welle von Anfeindungen wird die Luft für die Familien immer enger.

Der Film basiert auf dem Roman von Daniel Woodrell, Regie führte Debra Granik. Ich fand es sehr interessant wie es der Film schafft die Tristess die in der Region vorherrscht so umzusetzen, dass man sich stellenweise nicht weiß ob der Film in der heutigen Zeit, oder vor 20 Jahren spielt. Schauspielerisch gefiel mir die interessante Zusammensetzung des Casts der in gewisser Hinsicht perfekt mit den Kostümen des Film harmoniert und so das gute Gesamtbild der Symbiose von Akteuren und Drehort abrundet.

Nun einige Akteure in der Einzelkritik


Valerie Richards (Connie) spielt die stumme, depressive Mutter sehr interessant da man eigentlich denken möchte das einem dieses doch recht eingeschränkte Rolle einem kaum raum zum "schauspielern" gibt. Dennoch überzeugt sie durch ihre Art und ihre Mimik und verkörpert diese schwierige Rolle sehr gut.

Cinnamon Schultz (Victoria) brilliert mit der authentischen Darstellung der provinz-erprobten, abgehärteten und kalten Victoria. Für einen Independent Film eine wirklich sehr gute Leistung.

Nun zurück zur eigentlich Kritik,
denn ein großes Manko von "Winter's Bone" ist, meiner Meinung nach, das sich manche Szenen stellenweise arg in die Länge ziehen. Im Gegensatz zum stimmungsmäßig durchaus kompatiblen "So finster die Nacht" kommt zwar durch einige interessante Stilmittel durchaus eine tief-düstere Stimmung auf, jedoch zieht diese nicht zwangsläufig eine Spannung mit sich die benötigt wird um einen Film in gewisser Hinsicht am Leben zu erhalten. Trotzdem ist Winter's Bone für Atmosphäre-Fans durchaus sehenswert.

Für Fans von: No Country for old Men

Donnerstag, 2. Juni 2011

[Movie Review] Requiem for a dream

Requiem for a dream in der IMDB



Mein Rating: 9/10

Harry, ein Taugenichts aus Brighton Beach, seine Mutter Sara, eine aufmerksamkeitssuchende Fernsehfanatikerin, sein Freund Tyron, ein vernebelter Nichtskönner und seine Freundin Marion, eine latent-deppressive Mödeschöpferin, haben eines gemeinsam. Auf die eine oder andere Art sind sie alle abhängig von Rauschmitteln und Medikamenten. Der Film zeigt wie schnell Drogenabhängige sich alle Chance im Leben verbauen, und ist meiner Meinung nach ein Standartwerk der Antidrogenfilme.

Der Film von Darren Aronofsky, aus der Feder von Hubert Selby Jr ist einer der intensivsten und ergreifensten Filme des Thriller Genres. Storymäßig ist er spannend und intelligent aufgebaut, was eine gute Basis für einige sehr interessante Stilmittel schafft, dazu aber später mehr. Denn im Gegensatz zum Mainstream-Film (gibt es überhaupt Mainstream Drogenfilme?) wird hier die dem Zuschauer vermittelte Hoffnung auf ein minimum reduziert. Man kommt selten dazu in der dichten und packenden Atmosphäre auch nur ein wenig an das gute Gelingen oder die Charaktere an sich zu glauben, denn auch wie in vielen anderen Aronofsky-Filmen schafft er es auch in Requiem for a dream eine glaubhafte Kulisse mit einer super schauspielerischen Leistung zu kombinieren.

Dazu nun einige Akteure in der Einzelkritik!


Jared Leto (Harry Goldfarb) spielt die Rolle des Taugenichts Harry sehr soverän, mich beeindruckt aber vor allem die Tatsache wie er den schmalen Grad zwischen dem verstörten Junkie und sorgendem, von schuldgefühlen geplagten Sohn spielt, während er gleichzeitig versucht seiner Freundin Marion ein geborgenes Leben zu ermöglichen.

Ellen Burstyn's (Sara Goldfarb) Leistung lässt sich in wenige Worte fassen. Atemberaubend authentisch. Man könnte sagen das ihr die Rolle auf den Leib geschrieben ist, man könnte meinen das sie schauspielerisch einen Zenit erreicht hat, egal wie man es formuliert, am Ende steht eine Leistung auf allerhöchstem Niveau.


Nun wieder zurück zur eigentlichen Kritik

Ich fand es toll wie Aronofsky spannende Schnittechniken, revolutionäre Kameraperspektive und die tollen Kostüme unter einen Hut bringt und es zusammen mit dem Soundtrack von Clint Mansell (sehr sehr einprägsam) zu einem Meisterwerk zusammenfasst. Die Drogenszenen (Blue in the afternoon...) und die Szenen in den Burstyn, nach aufmerksamkeit suchend und von paranoia gejagt durch ihre Wohung tappselt, sowie die Szene in der Marion in der Badewanne ist sind packend inszeniert und jagen einem das Adrenalin bis zum hervoragenden Ende durch die Blutbahnen. Alles in allem eine klare Empfehlung, aber nichts für Leute mit schwachen Nerven!

Für Fans von: -

Montag, 30. Mai 2011

[MOVIE REVIEW] In ihren Augen

In Ihren Augen auf IMDB


Mein Rating:8/10

Der pensionierte Gerichtsbeamte Benjamín Esposito beschließt, einen Roman über einen Fall zu schreiben, der schon 25 Jahre zurück liegt. Er beginnt mit einem Liebespaar, dass an einem Bahnhof rührselig voneinander Abschied nimmt. CUT Esposito streicht die Seite durch und fängt wieder an, dieses mal wieder mit einem Liebespaar, das fröhlich am Frühstückstisch sitzt. RATSCH macht das Blatt, als er es aus seinem Block reißt. Nun fängt er erneut an zu schreiben. Dieses mal über eine Vergewaltigung, hört aber auch dies nach kurzer Zeit auf. Ideenlos legt er sich ins Bett, um sich am nächsten Tag Anregungen bei seiner ehemaligen Vorgesetzten, Irene Menéndez Hastings, zu holen.

Der Film wurde mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film und den Goya Filmpreis als Bester ausländischer Film in spanischer Sprache ausgezeichnet. Die 3 Hauptakteure Ricardo Darín, Soledad Villamil und Guillermo Francella machten alle einen ganz guten Job. Der Film, den ich als romantischer, dramatischer, kriminalistischer Thriller mit Politik- und Sozialelementen bezeichnen würde, hat durch seine Kehrtwendungen, interessanten Offenbarungen und wechsel der Erzählzeiten ein schönes Allroundpacket abgeliefert. Der Film hätte auch 9/10 bekommen können, wäre da nicht der "Soundtrack", der ein wenig vernachlässigt wurde, die bescheidene Leistung der Nebenakteure und die im deutschen Falle schlechte Synchronisation, die ein wenig das Filmvergnügen trübt, gewesen.

Samstag, 28. Mai 2011

[Movie Review] Blood Diamond

Blood Diamond in der IMDB



Mein Rating: 7/10

Danny Archer ist Diamantenschmuggler mit Leib und Seele. Durch seine jahrelange Arbeit für den Söldnerkommandanten Colonel Coetzee ist er mit der Lebensart in afrikanischen Krisengebieten bestens vertraut und auch was Verhandlungen mit Rebellenführern und Unterhändlern angeht ist Danny mit allen Wassern gewaschen.

Als er eines Tages doch einmal geschnappt wird und ihn weder sein Charme noch sein Geld vor der verhaftung bewahren, landet er in Sierra Leone im Gefängnis. Während eines Aufruhrs wird er auf den Fischer Solomon Vandy aufmerksam, welcher angeblich über den Standort eines 100 Karat Diamants bescheid weiß. Während er den Diamantenraub plant, trifft er in Freetown auf die Journalistin Maddy Bowen.

In der folgenden Zeit kreuzen sich die Wege der beiden immer häufiger und beide merken, dass sie einander brauchen. Danny um an den Diamanten zu kommen, Maddy um eine große Story zu bekommen. Doch auch Solomon hat Ziele und so verspricht Danny ihm, seine Familie zu finden und ihm ein sicheres Leben zu ermöglichen. Allerdings läuft vieles nicht wie geplant.

Edward Zwick inszeniert mit "Blood Diamond" einen Film der eine interessante Thematik zeigt, stellenweise aber schauspielerisch nicht den Erwartungen, die man bei diesem Cast haben kann, gerecht wird.


Dazu einige Darsteller in der Einzelkritik:

Leonardo DiCaprio (Danny Archer) zeigt mit seiner guten Leistung, dass er eine Stärke für Einzelgängertypen besitzt. Ähnlich wie im 2008 erschienenen Thriller "Der Mann, der niemals lebte" spielt er den abgebrühten Alleingänger auf sehr hohem Niveu, sehr authentisch, sehr glaubhaft.

Jennifer Connelly (Maddy Bowen) spielt die Rolle der Stimmungs- und Meinungslatenten Jungjournalistin, wie auch schon ihre Rollen in "Requiem for a dream" und "Der Tag an dem die Erde still stand" sehr solide.

Dijimoun Hounson (Solomon Vandy). Wer Forest Withtaker in "Der letzte König von Schottland" beeindruckend fand, wird auch um eine Honoration von Hounson nicht hinweg kommen. Ähnlich wie Whitaker zeigt Hounson, wie sehr man dem Wahnsinn verfallen kann, wenn man sein Leben lang nur von Krieg und Elend umgeben ist.


Zur Story

die sehr authentisch, nahezu perfekt mit der anarchistenschen Umgebung von Westafrika verschmilzt, kann man nicht viel schlechtes sagen, vor allem wenn man bedenkt, dass sich dort wohl ähnliche Geschichten zutragen und dieser Sachverhalt wird, wie oben beschrieben, sehr authentisch gezeigt.

Was mich aber stört ist, dass es Stellenweise so rüberkommt, als wenn die Chemie zwischen Connelly und DiCaprio nicht gestimmt hat. Einige Dialoge wirken eher auswendig gelernt und aufgesetzt, statt vernünftig geschauspielert.

Der Soundtrack von James Newton Howard orientiert sich lose an afrikanischer Musik, welche hauptsächlich dazu benutzt wird, Jagd- und Verfolgungsszenen zu unterlegen oder die atemberaubenden Kameraeinstellungen zu untermalen. mit welchen im Kontrast zum wilden, anarchistischen Afrika auch das weitläufige, unergründliche und ebenso faszinierende Afrika gezeigt wird.

Alles in allem ist "Blood Diamond" ein intellektuell, aufrüttelnd angehauchtes Hollywooddrama, welches man durchaus als Anlaß nehmen kann, sich näher mit der Materie zu befassen.

Für Fans von: Der Mann, der niemals lebte, Der letzte König von Schottland

Donnerstag, 26. Mai 2011

[Movie Review] Wer ist Hanna?

Wer ist Hanna in der IMDB



Mein Rating: 7/10

Vor langer Zeit wurde CIA Agent Erik Heller (Eric Bana) Opfer einer Verschwörung und musste sich zusammen mit seiner damals 2 jährigen Tochter in die Wildnis am Nordpolarkreis zurückziehen. Die Jahre zogen ins Land und er trainierte seine Tochter immer weiter zu einer kampferprobten und kaltblütigen Mörderin. Nun, als sie das Alter von 14 Jahren erreicht, entscheiden die beiden, sich an der Frau zu rächen die damals Hannas Mutter getötet hatte. Die knallharte Businessfrau Marissa Wiegler (Cate Blanchett) erfährt schon bald von der Rückkehr des Deserteurs und eine atemlose Jagd durch Europa beginnt. Die Dinge beginnen sich zu überschlagen und alles läuft auf einen Showdown in Berlin zu.

Joe Wright inszeniert mit "Hanna" einen sehr zwiespältigen Film über die Beziehung von Vater und Tochter, die Gnadenlosigkeit mit der Menschen gejagt werden, sowie die ersten Gehversuche einer Teenagerin in der Zivilisation. Zum einen übertrifft die schauspielerische Leistung der Hauptakteure sowie die Kälte und die Spannung, vor allem zu Beginn des Films meine Erwartungen, aber leider muss ich sagen das mich die Story gegen Ende des Filmes einfach nicht mehr überzeugt hat. Dazu aber später mehr .


Die wichtigsten Akteure in der Einzelkritik

Saoirse Ronan (Hanna) zeigt nach ihrer großartigen Leistung in "in meinem Himmel", dass sie schon längst den schauspielerischen Kinderschuhen entwachsen ist und auch in harten, erbarmungslosen Rollen sehr gut agiert. Kurz gesagt ist ihre Leistung als Hanna äußerst preisverdächtig, und wir alle dürfen uns darauf freuen sie schon bald wieder im Kino sehen zu dürfen (in "the Way back" welcher am 30.6 in die deutschen Kinos kommt).

Eric Bana (Erik Heller) spielt die Rolle in welcher er einerseits den fürsorglichen Vater und Lehrmeister darstellt der langsam einsehen muss, dass ihm seine Tochter in Sachen Fitness und Kraft langsam den Rang abläuft, andererseits aber auch den Ex-Eliteagenten der es immer noch mit vielem aufnehmen kann, äußerst solide.

Cate Blanchett (Marissa Wiegler) brilliert als CIA Agentin mit psychischen Problemen, einem verletzten Mutterinstinkt, einer Vorliebe für Schuhe und einem Faible für Zahnpflegeprodukte. Die ganze Kälte und Emotionslosigkeit ist einfach sehr gut gespielt. Auch ihr Part im großen Finale wirkt Klasse.

Zurück zur Story

Ich finde es äußerst schade, dass es Regisseur Joe Wright nicht gelingt, den ganzen Film über einen roten Faden zu behalten. Vor allem in den letzten 45 min überschlagen sich die Ereignisse meiner Meinung nach zu sehr und einige interessante, mögliche Handlungsstränge werden zu kurz aufgegriffen.

Positiv zur Story muss man aber sagen, dass die ersten Schritte von Hanna in die "normale" Welt klasse inszeniert sind. Zum Schauplatz muss man sagen, dass spätestens seit den Bourne Filmen Jagden quer durch Europa auch im Mainstreamkino salonfähig geworden sind. Vor allem das Ende in Berlin überzeugt durch klug gewählte Schauplätze.

Der Soundtrack von den Chemical Brothers wirkt leider stellenweise arg unpassend, einen OST der Marke John Powell hätte ich mir eher gewünscht, das ist aber Geschmackssache. Alles in allem lebt "Wer ist Hanna?" vor allem von den großartigen Leistungen von Cate Blanchett und Saoirse Ronan und der Spannung.

Für Thrillerfans ein muss!

Für Fans von: Die Bourne Verschwörung

Samstag, 21. Mai 2011

[Movie Review] State of Play - Der Stand der Dinge

State of Play in der IMDB



Mein Rating: 9/10

Hier wie angekündigt: Die Review zu State of Play - Stand der Dinge.

Cal McAffrey (Russel Crowe) ist ein Journalist der alten Schule. Seine investigativen Arbeiten führt er immer im Angesicht mit seinen Quellen. Bei seinem Chefredaktor Gene hat er eine Menge Kredit denn er weiß das er sich auf ihn verlassen kann. Mit einigem Misstrauen beobachtet Cal aber wie sich seine Büromitarbeiter immer weiter auf Onlinequellen und Boulevardmeldungen stürzen, und dabei die eigentlichen großen Storys, langfristig aus den Augen verlieren. Auch seine Chefin, die abgebrühte Cameron Lynne (Hellen Mirren) lässt sich leider immer mehr zu dieser Art des kurzfristigen Journalismus hinreissen und Cal verliert schon bald an Rückhalt. Doch dann wird der Tot der Assistentin seines Freundes und Abgeordneten Stephen Collins (Ben Affleck) publik und alle wittern eine Affäre. Cal der in der Zwischenzeit über einem Mordfall berichtet wird durch ein Treffen mit seinem alten Freund in diese Geschichte mit einbezogen und schon bald bemerkt er das es sich bei dieser Affäre um einen Komplott auf allerhöchster Ebene handelt. Zusammen mit seiner Partnerin, der Blog Redakteurin, Della Frye (Rachel Adams) macht er sich an die Arbeit und trifft schon bald auf einen Verschwörungssumpf der alles bisher dagewesen in den Schatten stellt.

Regisseur Kevin MacDonald inszeniert mit State of Play einen der intelligentesten Journalismusthriller aller Zeiten. Die Story baut sich von einem unscheinbaren Mordfall in einer Nebenstraße von Washington zu einem atemlosen Katz und Mausspiel zwischen Polizei, Journalisten, Politikern und Armeeangehörigen auf, welches ein packendes und überraschendes Ende findet. Daneben werden auch die persönlichen Geschichten, insbesondere die Dreiecksbeziehung von Cal,Stephen und seiner Frau Anne so gut und aufbauend erzählt das sich eine tolle Charaktertiefe bildet.
Hier einige Charaktere in der Einzelkritik:

Russel Crowe verkörpert den alten und abgebrühten Journalisten Cal McAffrey glaubhaft und vielfältig. Besonders positiv ist anzumerken das man er nicht nur den arbeitenden, sondern auch den privaten, Journalisten auf einer schauspielerisch sehr hohen Ebene spielt. Auch in den Szenen in den er sich mit seinem alten Freund Stephen unterhält spürt man das die Chemie zwischen Crowe und Affleck am Set gestimmt haben muss.

Hellen Mirren verkörpert, in einer Nebenrolle, die Chefredakteurin Cameron Lynne die sich trotz ihres hohen Alters immer noch in der, wenn auch recht vulgären, Sprache der Jugend ausdrücken kann. Mirren schafft es in State of Play an ihre großartige Leistung aus dem Film "die Queen" anzuknüpfen.

Der Soundtrack bewegt sich mit einigen toll in Szene gesetzten Ausnahmen im Hintergrund, was aber nicht stört, denn in den wichtigen und dramatischen Teilen wird der Film sehr gut unterlegt. Dazu kommen einige interessante filmtechnische Stilmittel (man beachte die Helikopter...) die State of Play zu einem Meisterwerk machen. Eine klare Empfehlung für Thrillerfans.

Für Fans von: Syriana - Korruption ist alles , Enttarnt - Verrat auf höchster Ebene

Sonntag, 8. Mai 2011

[Movie Review] Sieben

Sieben in der IMDB



Mein Rating: 8/10

Detective Summerset (Morgan Freeman) hat nur noch eine Woche bis zu seinem Ruhestand als Polizist zu arbeiten. Zu Beginn der Woche bekommt er Detective Mills an seine Seite gestellt, welcher ihn ersetzen soll. Doch bald treffen die beiden auf einen Mörder, der seine Opfer für das begehen einer der 7 Todsünden bestraft. Zunächst tappen sie im dunkeln, aber schon bald sind die dem Täter auf der Spur und es kommt zu einem Showdown.

David Fincher inszeniert mit "Sieben" einen der besten Mörderfilme aller Zeiten. Brad Pitt und Morgen Freeman spielen ihre Rollen als unterschiedliche Polizisten sehr glaubhaft und festigen damit ihren Platz in der ewigen Hall of Fame Hollywoods. Sieben ist jedoch kein Copmovie im konventionellen Sinn, denn durch das celebrieren der Akte der Gewalt, und vor allem durch das hochspannende Nervenkitzelfinale wird der Film zu einem Thriller-Meilenstein. Besonders hervorheben, ist die schauspielerische Leistung von Kevin Spacey welcher dem ganzen die Krone aufsetzt. Sieben hat seinen Platz in der Liste der Top 50 Filme aller Zeiten sicher verdient und ist vor allem für Thrillerfans ein Muss.

Samstag, 7. Mai 2011

[Movie Review] Limitless - Ohne Limit

Limitless in der IMDB





Mein Rating: 7/10

Der erfolglose Buchautor Eddie Morra kommt durch seinen Ex-Schwager, ein exzentrischer Drogendealer mit einigen mächtigen Feinden, mit der neuen Wunderpille NZT-48 in Kontakt. Durch einen Zufall bekommt er bald einen ansehnlichen Vorrat und sein Leben beginnt sich radikal zu ändern. Er schreibt innerhalb von wenigen Tagen Romane, wird zum Börsenprofi und lernt Sprachen im Schlaf. Sein Aufstieg in die Upper-Class wird jedoch nicht nur von wohlgesinnten Weggefährten begleitet und schon bald sieht Eddie sich ernsten Schwierigkeiten gegenüber...

Bradley Cooper zeigt in diesem Thriller von Neil Burger, dass er inzwischen den Hollywood-Kinderschuhen, welche er für seine Rollen u. a. in "Hangover" erhalten hat, entwachsen ist und sich immer weiter in die erste Riege des modernen Kinos spielt. Der Film wird vor allem durch seine interessante Mischung aus virtuellen Effekten (Zoomperspektiven, Farbspiele, Umgebungsdetails...) zu einem optischen Meilenstein, welcher die onehin schon starke Story zu einem ansehenlichen Thriller macht. Trotzdem wirken viele Szenen unfreiwillig komisch, denn zum einen werden einige Stereotypen bedient (speziell die Russen), und die Message des Films, (welche ich für meinen Teil auf "nehmt ruhig Drogen, aber sorgt dafür das ihr immer genug Nachschub habt", reduziere) ist durch den stellenweise sehr verharmlosenden Umgang mit Drogen schon recht fragwürdig. Alles in allem kann man sagen, dass Limitless in viele Richtungen feuert und man ihn sich durchaus ansehen sollte, denn solide ist die Story allemal. Und die Leistung von Bradley Cooper ist einfach klasse.

Für Fans von: Bruce Allmächtig

Montag, 2. Mai 2011

[Movie Review] Der Nebel - The Mist

Der Nebel - The Mist in der IMDB



Mein Rating: 9/10

Frank Darabont gelingt mit der Buchverfilmung von Stephen King's Bestseller eine fesselnde "Extremsituationsstudie" über falsche Götzen, Hoffnungslosigkeit, Wahnsinn und Angst. Die Geschichte um die Geschehnisse rund um den mysteriösen "Nebel", der die Kleinstadt Castle Rock und weite Teile des US-Bundestaates Maine einhüllt, entwickelt sich für die Menschen die zufällig in einem Supermarkt Schutz gefunden haben schon bald zu einem Trip durch die Hölle. Urplötzlich schlagen Tentakel und andere Scheußlichkeiten aus dem Dunst und attackieren jeden, der sich ihnen nähert. Schnell haben die Bewohner in den Teilnehmern eines Projekts der US-Armee unter dem Codenamen "Arrowhead" die vermeintlich Schuldigen gefunden. Durch die bedrückende Enge im Supermarkt kommt es bald zu Aufständen und Tumulten, die Situation für die Eingeschlossenen wird zusehens kritischer.

Bei genauerer Betrachtung dieses Filmes fällt einem zunächst die überragende Leistung von Marcia Gay Harden in der Rolle der religiösen Fanatikerin Mr. Camody auf. Harden spielt diese Rolle so überzeugend, dass sie eine komplett neue Sichtweise auf diesen Film schafft. Sie zeigt, wie sehr sich Menschen in ihrer Verzweiflung an etwas klammern, dass sie in ihrer Sicherheit über nahende Übel bestärkt und sie zu irrationalen Handlungen und Denkweisen bringt. Aber auch für den restlichen Cast gilt das Prinzip, dass ein guter Film vorranging von den Schauspielern abhängt. Denn erst durch die überzeugenden Leistungen von Darstellern wie Thomas Jane, Laurie Holden und Toby Jones, wird aus der abwechslungsreichen und emotional tiefgreifenden Story vor allem in der zweiten Hälfte des Filmes ein wahnsinnig guter und authentischer Horrorfilm. Und noch etwas fällt einem auf; Der Soundtrack, der bis zu einer bestimmten Szene eher zurückhaltend ist, wird durch "The Host of Seraphim" von Dead can Dance zu einem Gänsehaut OST. "Der Nebel" ist meiner Meinung nach einer der "dichtesten" und psychologischsten Horrorfilme die ich je gesehen habe.

Für Fans von: Die Stadt der Blinden , 28 Days later

Freitag, 8. April 2011

[Movie Review] Die Welle

Die Welle in der IMDB

Trailer

Mein Rating: 8/10

Die Macht einer Gemeinschaft in der heutigen Gesellschaft.
Rainer Wengers (Jürgen Vogel) "Projekt" greift das bekannte Thema der Diktatur (hier Autokratie) auf und mit ihm verschiedene Ansichten und Folgen.
Der Film zeigt, wie aus einem bunten Haufen Jugendlicher eine organisierte und disziplinierte Bewegung, kurz "Die Welle", wird. Dabei ist es vorallem die gute Darstellung der Alltage der einzelnen Mitglieder, sowie die leicht verständliche Charakteranalyse dieser, welche den Film auch für die heutige Jugend interessant macht.
Neben dieser Identifiktion mit Schauspielern wie Frederick Lau und Max Riemelt werden auch die Themen
Faschismus, Kontrolle, Machtgier,Gemeinschaft und Lebensinhalt sehr gut in Szene gesetzt.
Nebenbei sind auch die gut gewählten Drehorte, als auch die hervorstechenden Farben (z.B. grün und rot) zu erwähnen.
Alles in allem ein packender Film, welcher jung und alt zum nachdenken anregt. Autokratie gehört eben nicht zur Vergangenheit!

Für Fans von: Hooligans und The Experiment

Dienstag, 5. April 2011

[Movie Review] Die Bourne Verschwörung

Die Bourne Verschwörung in der IMDB

Trailer

Mein Rating:10/10

Meiner Meinung nach ist "die Bourne Verschwörung" der beste der drei Bourne Filme. Die Story von Paul Greengrass bewegt sich auf höchsten Niveau und die schauspielerische Leistung von Matt Damon ist Weltklasse. Durch den Soundtrack von John Powell und den Titelsong von Moby ist dieser Film einfach ein Meilenstein im Thriller Genre!

Für Fans von: s. Die Bourne Identität

Samstag, 2. April 2011

[Movie Review] Die Bourne Identität

Die Bourne Identität in der IMDB

Trailer

Mein Rating: 9/10

Meiner Meinung nach sind die Bourne Filme die besten und intelligentesten Agententhriller, die Hollywood je hervorgebracht hat. Die Kameraführung ist vor allem in den Kampfszenen atemberaubend und auch die Story, basierend auf den Büchern von Robert Ludlum ist einfach klasse. Zusätzlich ist positiv anzumerken das im Gegensatz zu den James Bond Filmen, alle seine Hilfsmittel im freien Handel erhältlich sind. Daher von mir eine klare Empfehlung!

Für Fans von: 96 Hours , Unknown Identity

Jerky's Song Saturday Edition

Donnerstag, 31. März 2011

[Movie Review] Body of Lies - Der Mann, der niemals lebte

Body of Lies in der IMDB

Trailer

Mein Rating: 7/10

Ridley Scott schafft mit Body of Lies einen interessanten aber zähen Thriller, der erst nach ca. einer Stunde wirklich spannend wird. Inmitten der Story die teilweise recht langweilig wird, glänzen die beiden Hauptdarsteller Leonardo diCabrio und Russel Crowe jedoch in ihren beiden Rollen und schaffen es einige dröge Momente ein wenig interessanter zu gestalten. Was leider auch aufällt ist der stellenweise schwache Soundtrack. Wer sich für CIA Arbeit und Verbindungen im Nahen Osten interessiert den wird auch dieser Film stellenweise begeistern, andernfalls wird einen wohl die erste Stunde zum abschalten bewegen.

Für Fans von: Der Staatsfeind Nr. 1 , Operation Kingdom , The Green Zone

Donnerstag, 17. März 2011

[Movie Review] The Business

The Business in der IMDB

Mein Rating: 7/10

Dieser englische Gangsterfilm besticht vorrallem durch seine (wenn auch mit einem Augenzwinkern) Musik und seine hohe Authenzität. Im Gibraltar der 80er Jahre arbeitet sich der kleine Gangster Frankie zur rechten Hand von Gangchef Charlie rauf. Der Film zeigt wie weit Gier einen treiben kann und wie schnell sich paradiesische Zustände in ein Inferno verändern können. Genretypisch darf man auch bei "the Business" mit vielen Waffen, Drogen und Frauen rechnen, was jetzt klischeehaft klingt, den Film aber durchaus sehenswert macht.

Für Fans von: Lord of War , Layer Cake und Scarface

Sonntag, 6. März 2011

[Movie Review] Syriana - Korruption ist alles

Syriana in der IMDB

Mein Rating: 9/10

Top besetzter und storytechnisch starker Thriller rund um die Geschehnisse während eines Erdöl-Deals in Zeiten des politischen Wandels in der Golfregion. Der Film zeigt auf eindrucksvolle Weise wie sich Meinungen und Interessen von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen, vom Geld, Politik und Religion beeinflussen lassen. Durch den ganzen Film hinweg werden immer wieder Handlungsstränge überraschend verändert. Das Puzzle das sich aus den unterschiedlichen Akteuren ergibt wird erst gegen Ende zusammengefügt und mit einem Paukenschlag beendet. Die Schauspieler, allen vorran der oscarprämierte George Clooney und die großartige Story machen diesen Film zu einem Meisterwerk welches vorrallem für Politik- und Thriller Fans interessant ist.

Sonntag, 20. Februar 2011

[Movie Review] No Country for Old Men

No Country for Old Men in der IMDB

Mein Rating: 8/10

Ein sehr spannender Film über das Katz und Maus Spiel von 3 Menschen rund um einen Fehlgeschlagenen Drogenhandel in Texas in den 80er Jahren. Durch einige klassische Filmstilmittel, werden die starken und glaubhaft gespielten Charaktere und die aufregende Story zu einem sehr guten Krimi mit einigen Dramaelementen zusammengefasst.

Favu

Samstag, 22. Januar 2011

[Movie Review] Mulholland Drive

Mulholland Drive in der IMDB

Mein Rating: 10/10

Ein Film der eigentlich jeder Beschreibung trozt. Noch nie hab ich einen solche verwirrenden Film gesehen, der zumal auch noch in kein richtiges Genre passt. Jeder der sich diesen Film ansieht sollte sich auf eine atemberaubende Story mit vielen Brüchen und einigen sehr gelungen Horror/Misteryelementen einstellen. Die schauspielerische Leistung ist auf Oscar-Niveau.Irgendwann hat man das einfach nur noch das Gefühl, dass sich alles in diesem Film erst nach mehrmaligen Ansehen offenbart.

Favu

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