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Review: Gran Torino

Unsere Review zu Gran Torino

Review: The Aviator

Unsere Review zu Aviator

Review: Es war einmal in Amerika

Unsere Review zu Once upon a time in America

Review: Tree of Life

Unsere Review zu Tree of Life

Review: Black Swan

Unsere Review zu Black Swan

Dienstag, 7. Juni 2011

Bald liebe Leute

Hier einmal ein paar Ankündigungen für die nächste Zeit.

Nächstes Wochenende wird es mindestens 3 neue Reviews geben, da ich gezwungenermaßen einen ganzen Batzen Freizeit hab. Habt ihr Filmvorschläge? Schreibt sie in die Kommentare!

Wie bereits angekündigt wird es in der nächsten Zeit auch eine Review zu "Tree of Life" geben, sobald er hier in den Kinos angelaufen ist.

Außerdem wird es einen längeren Artikel über das Kino ansich in Zeiten des Internets geben.

Stay tuned!

Montag, 6. Juni 2011

Kinostarts am 9.6.

Hallo liebe Leser! Es ist Montag, es ist der frühe Nachmittag, ihr wisst was das heisst! Previewtime! Auch diese Woche gibt es wieder ein kleines Sneak Peak in die kommenden Kinostarts!

X-Men: Erste Entscheidung:
In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts treffen sich Charles Xavier und Erik Lehnsherr zum ersten mal, nichtsahnend wie sehr sich ihre anfängliche Freundschaft später in Hass umschlagen wird. Sie beginnen mit der Ausbildung von anderen jungen Mutanten die schon bald die Erde vor einem nuklearen Schlagabtausch und darauffolgenden Holocaust retten müssen was sie zum ersten mal ins Rampenlicht bringt. Doch Lehnsherr's Mißtrauen gegenüber den Menschen wächst und treibt die Abspaltung vom Rest der X-Men unaufhaltsam vorran. Getrieben von Rachegelüsten gegen den Mörder seiner Mutter trennen sich die Wege und Ansichten der ehemaligen Freunde immer mehr.

Ich muss hier ehrlich sagen das ich nie ein Freund der Marvelverfilmungen war, bzw. mich nie ernsthaft damit beschäftigt habe. Doch der Trailer und vor allem der Cast sah sehr vielversprechend aus so dass ich vielleicht in nächster Zeit einmal mehr als ein Auge auf diese Filmreihe werfen sollte. Daher empfehle ich euch diesen Film hier, falls ihr die anderen Teile auch bereits gesehen habt, solltet ihr ihn euch sowieso auf keinen Fall entgehen lassen da ich mir durchaus vorstellen kann das Regisseur Matthew Vaughn einige offene Fragen der letzten Filme klärt und die Ursprünge noch einmal genau unter die Lupe nimmt.



Life In A Day:
Die Idee der Regisseure Ridley und Tony Scott ist ebenso wahnwitzig wie interessant: Sie benutzten Youtube, das größte Videoportal im Internet, um Leute zu suchen die ihnen über ebendieses Portal Videos zukommen lassen die am 24. Juli aufgenommen wurden. Daraus entstannt nun ein Film der das Leben an diesem Tag auf der ganzen Welt dokumentiert. Er zeigt z.B Hula-Hoop Tänzer in Mexico, einen Koreaner der um die Welt radelt und einen Vater, der im Kreissaal um die Fassung ringt. Doch der Film dokumentiert nicht nur die "Sonnenseiten" des Lebens sondern zeigt auch einige Tragödien. Denn an ebendiesen 24.7 fand in Duisburg die Loveparade statt bei der 21 Menschen aufgrund von kollektiver Massenpanik, totalem Versagen der Rettungspläne und Fehlplanung des Events tragisch ums Leben kamen und über 500 Menschen verletzt wurden.

Ein sehr interessantes Projekt der Scott-Brüder. Ich hoffe zum einen das der Film ähnlich faszinierend wird wie vorangegangene Projekte dieser Art und zum anderen das dies nicht das letzte mal sein wird das die Filmindustrie ihre Arbeiten sozial und offen für jederman macht. Denn vor allem dadurch öffnen sich Blickwinkel in fremde Kulturen abseits des Discovery-Mainstreams.

Sonntag, 5. Juni 2011

[Movie Review]: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford in der IMDb


Mein Rating: 5/10

Das Ende einer der berühmtesten Banditen des wilden Westens.
Das soll jedenfalls der Film mit Brad Pitt (als Jesse James) und Casey Affleck (als Robert "Bob" Ford) zeigen.
Der Bandit Jesse James ist das letzte, noch freie, Mitglied seiner Bande. Nachdem sich auch sein Bruder Frank von ihm verabschiedet, sucht sich Jesse eine neue Bande zusammen. Ein neues Mitglied wird der schwächliche Feigling Robert Ford. Dieser ist seit seiner Jugend großer Jesse James Fan und versucht, diesem so gut es geht zu gleichen. Doch James ist ein schwieriger und eigensinniger Mensch und treibt Robert bald an dessen Grenzen. Aber anstatt daran zu verzweifeln wächst Robert dadurch und beginnt, Jesse mit anderen Augen zu sehen. Und nach einem fatalen Vorfall steht für ihn fest: So kann es nicht weitergehen. Doch wer nun denkt, der Titel wäre danach alles, der irrt...

Der Film an sich verspricht einen spannnenden Western, geht es doch um DEN Jesse James und ist er doch auch mit Brad Pitt. Das Problem bei diesem Film: Nach einem spannenden Anfang fehlt dem Film die nötige Action (bei einem Western wirklich schade). Mit der Zeit wird die somit etwas fade Geschichte auch immer komplexer. Neue Figuren kommen und gehen. Besonders die Figur des Robert Ford ist längere Zeit nicht zu sehen. Das macht den Film im weiteren Verlauf noch schwieriger, denn: Die zweite Hälfte des Films zeigt einen Jesse James, wie man ihn sich vorstellen kann: düster, mächtig und ständig gefährlich. Und genau in diesem Teil des Films wird die komplexe erste Hälfte stark gefordert.
Positives an dem Film: Trotz dieser Schwächen beinhaltet der Film auch gut Elemente. So sind in den kurzen, erklärenden Szenen schöne Bilder und Kameraeinstellungen zu sehen, unterlegt mit einer wirklich guten Begleitmusik. Selbst das Ende gibt unerwartete Szenen preis und zeigt einen Robert Ford, der anders ist, als man denken mag.    

[Movie Review] Winter's Bone

Winter's Bone in der IMDB



Mein Rating: 6/10

Die siebzehnjähre Ree Dolly lebt mit ihrer depressiven Mutter und ihren beiden Geschwistern irgendwo in der provinziellen Einöde im US-Bundesstaat Missouri. Ihr Vater ist in verschiedene Drogendeals verwickelt und auch allgemein wird das Leben in der Kleinstadt von Intrigen zwischen den einzelnen Familien bestimmt. Die Gegend ist sehr arm und jeder versucht auf seine Art über die Runden zu kommen, was zum einen jedoch in einen recht primitiven Lebenstil, zum anderen aber auch in ein allgemeines Misstrauen artet. Zu alledem drückt sich ihr Vater vor einem Gerichtstermin nachdem er Haus und Hof der Familie als Kation gesetzt hat. Niemand will der jungen Ree sagen wo sie ihn findet und nach einer Welle von Anfeindungen wird die Luft für die Familien immer enger.

Der Film basiert auf dem Roman von Daniel Woodrell, Regie führte Debra Granik. Ich fand es sehr interessant wie es der Film schafft die Tristess die in der Region vorherrscht so umzusetzen, dass man sich stellenweise nicht weiß ob der Film in der heutigen Zeit, oder vor 20 Jahren spielt. Schauspielerisch gefiel mir die interessante Zusammensetzung des Casts der in gewisser Hinsicht perfekt mit den Kostümen des Film harmoniert und so das gute Gesamtbild der Symbiose von Akteuren und Drehort abrundet.

Nun einige Akteure in der Einzelkritik


Valerie Richards (Connie) spielt die stumme, depressive Mutter sehr interessant da man eigentlich denken möchte das einem dieses doch recht eingeschränkte Rolle einem kaum raum zum "schauspielern" gibt. Dennoch überzeugt sie durch ihre Art und ihre Mimik und verkörpert diese schwierige Rolle sehr gut.

Cinnamon Schultz (Victoria) brilliert mit der authentischen Darstellung der provinz-erprobten, abgehärteten und kalten Victoria. Für einen Independent Film eine wirklich sehr gute Leistung.

Nun zurück zur eigentlich Kritik,
denn ein großes Manko von "Winter's Bone" ist, meiner Meinung nach, das sich manche Szenen stellenweise arg in die Länge ziehen. Im Gegensatz zum stimmungsmäßig durchaus kompatiblen "So finster die Nacht" kommt zwar durch einige interessante Stilmittel durchaus eine tief-düstere Stimmung auf, jedoch zieht diese nicht zwangsläufig eine Spannung mit sich die benötigt wird um einen Film in gewisser Hinsicht am Leben zu erhalten. Trotzdem ist Winter's Bone für Atmosphäre-Fans durchaus sehenswert.

Für Fans von: No Country for old Men

Samstag, 4. Juni 2011

[Movie Review] Gran Torino

Gran Torino in der IMDB

Mein Rating: 9/10

Walt Kowalski ist in seinem Viertel zunehmender auf sich allein gestellt. Aufgrund des Todes seiner Frau und der Tatsache das viele seiner Freunde und Nachbarn entweder in Altenheime oder Pflegeeinrichtungen ziehen ist der Koreakriegs-Veteran nun umgeben von asiatischstämmigen Einwanderern die "sein" Viertel immer mehr für sich entdecken und beanspruchen. Bald zieht die Familie um Sue und Tao in sein Nachbarhaus ein und die Familie bekommt durch die Weigerung Tao's sich einer lokalen Gang anzuschließen Probleme mit selbiger, der auch sein Cousin angehört. Er wird von ihnen genötigt das Auto von Walt zu stehlen, einen 1972er Gran Torino im Topzustand. Doch Tao vermasselt es und es kommt zu Tumulten bei den Walt, in seiner Ruhe gestört, zur Waffe greift und die Gang in die Flucht treibt. Fortan wird Walt von den Hmong als Held und Beschützer gefeiert, was ihm allerdings garnicht gefällt. Er kann sich einfach nicht auf die Leute einlassen aber vor allem durch die unermüdliche Arbeit der jungen und intelligenten Sue kommt er immer weiter aus sich heraus und so nimmt er den jungen Tao, der durch verschiedene Arbeiten für Walt die Familienehre, welche er durch den versuchten Wagendiebstahl ruiniert hat, wiederherzustellen, unter seine Fittiche und besorgt ihm einen Job auf dem Bau. Doch eines Tages lauert die Gang Tao auf dem Heimweg auf und attackiert ihn. Mr. Kowalski versucht die Gang im Affekt darauf einzuschüchtern, was diese aber mit weiteren Gräueltaten beantwortet. Mr. Kowalski erzählt dem jungen Pfarrer Janovich, der sich nach dem Tod von Mrs. Kowalski um ihn kümmern sollte von den Taten und er entschließt sich die Sache ein für alle mal aus der Welt zu räumen.

Regisseur und Hauptdarsteller zugleich. Eine schwierige Gratwanderung und gleichzeitig eine Doppelbelastung aber trotz seines Alters von 78 Jahren schafft Clint Eastwood es den Film, nicht zuletzt aufgrund der authentischen Dialoge und der allgemeinen Topleistung des Casts, allen voran von ihm selbst, zu einem Meisterwerk mit hohem "Denkanstoßfaktor" zu machen. Der Film zeigt auf eindrucksvolle Weise wie selbst hartgesottene und tiefgehend verbohrte Menschen über ihren Schatten springen können, wenn interkulturelle Verständigung und gemeinsamer Austausch der Bräuche zwischen den Kulturen funktioniert.


Widmen wir uns in unserer Review nun zunächst einmal den Hauptakteuren im einzelnen

Clint Eastwood hat sich mit der Rolle des Walt Kowalski, einem alten grießgrämigen Mann, der langsam sein Herz für die Lebensweise der Hmong öffnet, buchstäblich selbst übertroffen. Äußerst beeindruckend wie er all seine Prädestiniertheit und seine Lebens- und Schauspielerfahrung in die Rolle einbringt und seine Darstellung so auf die allerhöchste Schauspielerebene bringt.

Christopher Carley verkörpert den frischgeweihten Priester Jankovich, der sich stets bemüht zeigt, einen Einblick hinter die harte Schale von Walt zu kriegen. Ich glaube esist seine erste Rolle in dieser Größenordnung, aber er spielt solide und hat durchaus ein gewisses Talent für sakrile Rollen.

Allgemein lässt sich zu den Schauspielern noch sagen das Clint Eastwood mit seiner großartigen Leistung allen anderen in gewisser Hinsicht buchstäblich Flügel verleiht, den offensichtlich gibt Eastwood durch seine Arbeit am Set und vor der Kamera allen darstellern die Chance ihre individuellen Talente und Stärken auszuspielen. Dazu kommt das interessante Stilmittel, welches durch die Geschichte rund um den Wagen von Kowaltski und die damit einhergehende Wandlung von Tao vom Taugenichts zum Arbeiter manifestiert und somit die Botschaft, dass man auch im Alter noch mit seinen Vorurteilen und Damonen aufräumen kann, eindrucksvoll unterstreicht.


Der Soundtrack

spielt solide, meiner Meinung nach aber ein bisschen zu zurückhaltend, im Hintergrund ab. Stören tut das zwar nicht aber als geneigter OST-Fanatiker erhoffe ich mir doch von vielen Filmen das sie auch in diese Richtung mehr auf sich nehmen sollten. Trotzdem ist "Gran Torino" ein Muss für Eastwood-Fans und ein Standartwerk für Toleranz im modernen Film.

Für Fans von:-

Donnerstag, 2. Juni 2011

[Movie Review] Requiem for a dream

Requiem for a dream in der IMDB



Mein Rating: 9/10

Harry, ein Taugenichts aus Brighton Beach, seine Mutter Sara, eine aufmerksamkeitssuchende Fernsehfanatikerin, sein Freund Tyron, ein vernebelter Nichtskönner und seine Freundin Marion, eine latent-deppressive Mödeschöpferin, haben eines gemeinsam. Auf die eine oder andere Art sind sie alle abhängig von Rauschmitteln und Medikamenten. Der Film zeigt wie schnell Drogenabhängige sich alle Chance im Leben verbauen, und ist meiner Meinung nach ein Standartwerk der Antidrogenfilme.

Der Film von Darren Aronofsky, aus der Feder von Hubert Selby Jr ist einer der intensivsten und ergreifensten Filme des Thriller Genres. Storymäßig ist er spannend und intelligent aufgebaut, was eine gute Basis für einige sehr interessante Stilmittel schafft, dazu aber später mehr. Denn im Gegensatz zum Mainstream-Film (gibt es überhaupt Mainstream Drogenfilme?) wird hier die dem Zuschauer vermittelte Hoffnung auf ein minimum reduziert. Man kommt selten dazu in der dichten und packenden Atmosphäre auch nur ein wenig an das gute Gelingen oder die Charaktere an sich zu glauben, denn auch wie in vielen anderen Aronofsky-Filmen schafft er es auch in Requiem for a dream eine glaubhafte Kulisse mit einer super schauspielerischen Leistung zu kombinieren.

Dazu nun einige Akteure in der Einzelkritik!


Jared Leto (Harry Goldfarb) spielt die Rolle des Taugenichts Harry sehr soverän, mich beeindruckt aber vor allem die Tatsache wie er den schmalen Grad zwischen dem verstörten Junkie und sorgendem, von schuldgefühlen geplagten Sohn spielt, während er gleichzeitig versucht seiner Freundin Marion ein geborgenes Leben zu ermöglichen.

Ellen Burstyn's (Sara Goldfarb) Leistung lässt sich in wenige Worte fassen. Atemberaubend authentisch. Man könnte sagen das ihr die Rolle auf den Leib geschrieben ist, man könnte meinen das sie schauspielerisch einen Zenit erreicht hat, egal wie man es formuliert, am Ende steht eine Leistung auf allerhöchstem Niveau.


Nun wieder zurück zur eigentlichen Kritik

Ich fand es toll wie Aronofsky spannende Schnittechniken, revolutionäre Kameraperspektive und die tollen Kostüme unter einen Hut bringt und es zusammen mit dem Soundtrack von Clint Mansell (sehr sehr einprägsam) zu einem Meisterwerk zusammenfasst. Die Drogenszenen (Blue in the afternoon...) und die Szenen in den Burstyn, nach aufmerksamkeit suchend und von paranoia gejagt durch ihre Wohung tappselt, sowie die Szene in der Marion in der Badewanne ist sind packend inszeniert und jagen einem das Adrenalin bis zum hervoragenden Ende durch die Blutbahnen. Alles in allem eine klare Empfehlung, aber nichts für Leute mit schwachen Nerven!

Für Fans von: -

[Movie Review] Hangover Part 2

Hangover Part 2 in der IMDB


Mein Rating: 6/10

Stu, Alan, Doug und Phil aka. das Wolfsrudel sind durch die Hochzeit von Kumpan Stu in Bangkok, Thailand, wiedervereint. Doch zunächst ist sich Stu nicht sicher, ob er Alan wirklich mitnehmen will, wo doch er für das Chaos in Vegas verantwortlich war. Doch schon bald kristallisiert sich heraus, dass sie entweder zusammen oder gar nicht feiern. Denn obwohl Stu einen Blackout wie damals in Las Vegas verhindern und auf eine Sautour verzichten will, finden sich Alan, Stu, Phil und ein anderer alter Bekannter eines Morgens in einem schäbigen Hotelzimmer in Thailands Haupstadt wieder, und haben , oh Wunder, keine Erinnerung mehr an die vorherige Nacht. Und es kommt noch schlimmer. Denn Stu wurde von seiner Zukünftigen mit der Betreuung ihres 16 jährigen Bruders, dem Stanford-Studenten Teddy, betraut, von dem aber jede Spur fehlt. Und so machen sich die 3 (+1) auf in den Großstadtdschungel auf der Suche nach Teddy und auf der Suche nach Antworten und der Erinnerung.

Wie vor einigen Tagen bereits hier geschrieben, ist der Cast und die Crew hinter der Kamera im Vergleich zum ersten Teil unverändert. Dazu kommt, dass Regisseur Todd Phillips sich auch in der Fortsetzung des Blockbusters von 2009 (die Review dazu hier) einiger Elemente bedient, die bereits im ersten Teil benutzt wurden (Fotoshow,...). Und auch Storymäßig ist eine Menge aus dem ersten Teil übernommen. Wieder müssen die drei Recken einen Kumpanen finden, der sich nach einer durchzechten Nacht aus dem Staub gemacht hat, während sie sich eigentlich für eine Hochzeit vorbereiten sollten. Doch diesmal ändert sich der Schauplatz vom vergleichbar "sterilen" Las Vegas in den schmutzigen Millionentropenmoloch Bangkok. Diese doch essentielle Änderung bringt einige neuen Möglichkeiten, die sich Phillips nicht nehmen lässt. Denn während sich in Vegas hauptsächlich Pauschaltouristen und Jet-Set Millionäre rumtreiben, ist Bangkok eine riesige und unsichere Arbeiterstadt, in der die Gefahr hinter jeder Ecke lauern kann. Phillips zeigt, wie sehr sich die drei Freunde von Bangkok "gefangen nehmen lassen" und sie nur unter größten Mühen wieder heraus finden. Die Gags schwanken zwischen "laues Lüftchen" und "Kracher" aber alles in allem stört mich, dass es eine gewisse Länge in dem Film gibt, der dem ganzen doch ziemlich arg den Wind aus den Segeln nimmt.


Zum Schauspielerischen nun wie gewohnt einige Akteure in der Einzelkritik:

Zach Galifianakis (Alan) übertrifft seine Leistung als latent-labiles Muttersöhnchen mit großes Herz und hang zu Betäubungsmitteln aus Teil 1. Er spielt den extremsten und unberechenbarsten Part, obwohl er sich immer auf "alte Werte" des "Wolfsrudels" beruft. Eine sehr gute Leistung von ihm.

Bradley Cooper (Phil) ist in gewisser Hinsicht der Kopf der Gruppe und wie auch in Part 1 der Leiter der Suche nach dem Verschollenen, sowie der klare Denker. Seine Leistung reicht zwar nicht an die von Galifianakis, oder seine eigene im ersten Teil, heran, trotzdem verleiht er dem Film eine sehr entscheidene Note.


Der Soundtrack

ist ziemlich interessant gewählt und macht einen sehr soliden Eindruck. Er wirkt selten unpassend, sticht aber auch nur selten heraus, was ich schade finde, denn in dieser Hinsicht hätte ich mir mehr gewünscht. Doch alles in allem ist Hangover 2, genau wie der erste Teil, ein witziger Trip nach einem verkarterten Morgen. Ich persönlich werde nicht sagen, dass ich einen der Teile favorisiere und empfehle einfach nur jedem, der den ersten Hangover der 4 Freunde schon gut fand, sich den zweiten nicht entgehen zu lassen.

Und auch für alle anderen lohnt sich der Ausflug ins Kino, denn man muss den ersten Film meiner Meinung nach nicht zwangsläufig gesehen haben.

Für Fans von: Hangover 1,

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